In unsicheren Zeiten kann ich leidenschaftlich Ordnung ins Chaos bringen und dabei Halt geben. Ich liebe es, wenn mein Sortieren von Geldflüssen meinen Klienten Orientierung gibt und dadurch Klarheit für weiterführende Lösungen und Entscheidungen ermöglicht wird. Die formale Aufbereitung für das Finanzamt erlebe ich als Pflicht – wenn ich darüber hinaus für meine Art und Weise Wertschätzung erfahre, ist mein Engagement beinahe grenzenlos.
Das Schöne am Älterwerden ist, dass sich Spielräume ergeben, eigenes Engagement neu zu ordnen. Ich strebe 30 Stunden pro Woche an – allerdings stehe ich mir dabei oft selbst im Weg: wenn ich mich von Aufgaben angesprochen fühle, kann ich beim Hineinwühlen schon mal die Zeit verlieren. Beim Herausfallen aus dem Gefühl der inneren Ergriffenheit überrascht mich oft eine Realität, wo weitere Aufgaben liegengeblieben sind und Erledigung ansteht. Diese Gratwanderung zwischen Leidenschaft und Pflicht wird zunehmend zu meiner wesentlichen Aufgabe. Nur mit Entschiedenheit bleibt mein eigenes Ziel, ein wenig leiser zu treten, realistisch.
Finanzielle Unabhängigkeit schafft Freiraum für das Wesentliche: wertvolle Beziehungen stiften sich durch jene Momente, wo ich Interesse an meinen Gedanken, Überzeugungen und Perspektiven erfahren darf.
Gar toxisch erlebe ich Begegnungen, wo unterschiedliche Sichtweisen in unverrückbaren Positionen stecken bleiben und die jeweils andere Meinung nur noch Wertschätzung erfährt, wenn sie in vorgefertigte Vorstellungen passt.
Für den anderen wertvoll zu sein, krönt mein Handeln und nährt meine Leidenschaft, alles zu geben.
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2023 - Jakobsweg - Portugal
Gabriele Moser ist ein Naturmensch und liebt das Wandern. Eine der schönsten Wandererfahrungen war 2023 der Jakobsweg in Portugal.
Gabriele Moser wurde interviewt von Markus Merlin - www.markusmerlin.at